Die globale Wirtschaftskrise hat auch die russische Volkswirtschaft erheblich getroffen. Doch das von Wladimir Putin im vergangenen Jahrzehnt geschaffene politische System ist unter dem Eindruck der Krise in seinen wesentlichen Grundzügen nicht verändert worden. Präsident Medwedew macht zwar den Eindruck, dass er Veränderungen anstrebt, doch hat es bislang keine tiefgehenden politischen Strukturreformen gegeben. Stattdessen ist die Kontrolle des Staates über die Wirtschaft noch stärker geworden. Jadwiga Rogoza vom polnischen OSW kommt daher in einer Studie zum Schluß:
Thus, the crisis has so far failed to dismantle Putinism, indeed quite the reverse – it has in fact contributed to its becoming ’set in stone’.
Ob dies wirklich so auch in Zukunft gilt, wird man in den nächsten Zeit sehen, wenn Präsident Medwedew seine Rede vor der Föderalversammlung hält.
Hallo,
also ich denke nicht, dass die Wirtschaftskrise den so genannten Putinismus in Russland stärkt, denn Krisen haben es nun Mal so an sich, dass sie dafür sorgen, dass Regierungen unstabil werden und die Linken und Rechten mehr Macht und Zustimmung bekommen. In Krisenzeiten fangen die Leute aus Verzweiflung an die Nazis und Kommunisten zu wählen, weil sie so vielversprechende Wahlmottos haben wie „Arbeit für alle“.
Wenn die Krise in Russland nicht bald überwindet wird und Maßnahmen ergriffen werden, dann hat sogar der Putinismus nicht viele Chancen denke ich.